5 Jahre Hänssler Profil – The Fine Art of Music

Wie im Flug scheint die Zeit vergangen zu sein: Nun ist es schon wieder fünf Jahre her, dass Günter Hänssler mit seinem neuen Label PROFIL in den CD-Markt einstieg. In dieser Spanne ist es gelungen, ein beachtliches Repertoire aufzubauen. Künstler von Weltruf finden sich im Katalog von Profil, darunter die Dirigenten Colin Davis, Herbert Blomstedt, Roger Norrington, Bernard Haitink, Semyon Bychkow, das Klenke-Quartett und das Artos-Trio, um nur einige wenige zu nennen. Bereichert wird das Repertoire durch international mehrfach preisgekrönte Reihen wie die Günter Wand Edition und die Edition Staatskapelle Dresden, die pünktlichen zum Herbst wiederum mit einem besonderen Highlight aufwarten kann.

Als Edition Staatskapelle Dresden: Volume 30 erschien Anfang Oktober: Fritz Busch – Sämtliche Dresdner Aufnahmen von 1923 bis 1932 (PH 07032) inklusive DVD mit aufwendigen und aufregenden Dokumentationen und Diashows zum Schaffen des großen Dirigenten in Dresden, seiner Vertreibung aus der Stadt in der er 10 Jahre musikalische Maßstäbe setzen konnte und die späte Wiedergutmachung durch den 2001 verstorbenen Dirigenten Giuseppe Sinopoli im Jahr 1999, als er in einer emotional aufwühlenden Ansprache den Maestro um Vergebung für die ungeheuerlichen Vorgänge des März 1933 bat und ihn postum „heimholte“ in „sein“ Opernhaus. Ergänzt wird all dies durch faszinierende Beiträge zur Technikgeschichte, Dokumentationen über die frühesten Aufnahmen der Staatskapelle, die legendären Verdi-Premieren und vieles mehr. Ein sensationelles Bild- und Tondokument ist weiterhin die „Tannhäuser-Ouvertüre“, die im Jahr 1932 im alten Dresdner Opernhaus aufgenommen wurde und im Rahmen dieser Box nun zum ersten Mal vollständig auf DVD veröffentlicht wird.

Die Fritz Busch Box ist mit Sicherheit bei weitem das Aufwendigste, was Profil in diesen fünf Jahren seiner Existenz auf den Markt gebracht hat. Die dem Anlass entsprechend ganz in einem edlen Goldton gehaltene Box enthält insgesamt drei CDs mit sämtlichen kommerziellen Aufnahmen der Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Fritz Busch. Aufnahmen, die so selten sind, dass sie erst mühsam zusammengetragen werden mussten. Sammler und Privatarchive aus der ganzen Welt wurden angeschrieben, um die Sammlung zu komplettieren. Die renommierte Yale-Universität in den USA steuerte Aufnahmen ebenso bei, wie der in Singapur ansässige deutsche Dirigent Volker Hartung sowie zahlreiche in Deutschland lebende Privatsammler.
Das 192 Seiten starke Begleitbooklet bietet zahlreiches bisher unveröffentlichtes Bildmaterial aus den Beständen der Sächsischen Landesbibliothek, dem Archiv der Dresdner Semperoper, dem Archiv der Brüder Busch-Gesellschaft, das heute im Max-Reger-Institut Karlsruhe beheimatet ist und wiederum von vielen Privatpersonen.
Das Deutsche Rundfunkarchiv in Frankfurt stellte die einzig erhaltene Live-Übertragung eines Konzerts der Staatskapelle Dresden zur Verfügung. Zum ersten Mal erklingt nun auch der Mitschnitt von Brahms 2. Sinfonie aus der Berliner Philharmonie von 1931 komplett und vollständig digital restauriert.
„Mehr als zwei Jahre hat die Fritz Busch Box die Mitarbeiter an diesem Projekt in Atem gehalten“, berichtet Dr. Steffen Lieberwirth, Musikchef von MDR Figaro, der die gesamte Edition dramaturgisch begleitet und im Fall Fritz Busch als federführender Executive Producer viele schlaflose Nächte hatte.

Vergessen werden sollen jedoch auch nicht weitere spannende Veröffentlichungen der Edition Staatskapelle Dresden. So erschien als Vol. 26 und unter der Bestellnummer PH 07043 eine CD mit Werken von Paul Hindemith und Ernst Toch. Beide Einspielungen stammen aus den Jahren 1948 und 1949. Hindemiths Liederzyklus „Die junge Magd“ für Altstimme, Flöte, Klarinette, 2 Violinen, Viola und Violoncello sowie Ernst Tochs Liederzyklus „Die chinesische Flöte“ werden damit zum ersten Mal auf Tonträgern veröffentlicht. Die Solistinnen Ruth Lange und Elfride Trötschel, beide damals Mitglieder des Dresdner Opernensembles, stehen für eine mitreißende, teilweise unter die Haut gehende Darbietung dieser beiden zeitgenössischen Werke. Ergänzt wird die CD durch zwei Bonustracks mit Interviews von Ruth Lange und Elfride Trötschel in deutscher Sprache.

Pünktlich zum 5. Geburtstag hat PROFIL nun auch seinen Internetauftritt komplett neu gestaltet: Noch mehr Komfort und noch mehr Übersichtlichkeit haben im Mittelpunkt unserer Maßnahmen gestanden. Anregungen und Kritik, die uns bei der Gestaltung dieser Seiten sehr geholfen haben, nehmen wir auch weiterhin über die Kontaktfunktion gerne entgegen, damit es auch in den nächsten Jahren weiter „aufwärts“ geht und wir unserem Motto gerecht werden können: PROFIL – THE FINE ART OF MUSIC!


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