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Profil Highlights im Herbst:
ECHO für die Staatskapelle Dresden und GOLDEN DIAPASON für Bernard Haitink
Der Herbst 2009 bringt wiederum reiche Ernte für den beständig wachsenden Profil-Katalog. Besonders die Preise und Auszeichnungen dieser Jahreszeit sind ein imposanter Beweis dafür, dass sich das Label aus Neuhausen im Verlauf von sechs Jahren immer mehr zum Global Player entwickelt hat.Am 18. Oktober erhält Volume 30 der Edition Staatskapelle Dresden im Rahmen der diesmal in der Semperoper stattfindenden ECHO Preisverleihung die begehrte Trophäe in einer hierfür eigens geschaffenen Kategorie überreicht. Die weltweit mit großer Begeisterung aufgenommene Dokumentation über das Dresdner Wirken von Fritz Busch (PH 07032) erhält damit gut ein Jahr nach ihrem Erscheinen an historischer Stätte nach dem Preis der deutschen Schallplattenkritik und zahlreichen internationalen Auszeichnungen nun auch noch den ECHO als herausragende editorische Leistung.
Gut einen Monat später, am 25. November wird der ebenfalls im Rahmen der Edition Staatskapelle Dresden veröffentlichte Mitschnitt von Bruckners 8. Sinfonie (PH 7057) in Paris mit dem GOLDEN DIAPASION OF THE YEAR prämiert werden. Maestro Bernard Haitink leitete dieses denkwürdige Konzert nur kurz nach der verheerenden Flutkatastrophe im Frühjahr 2002 im Dresdner Palast der Republik, da die Semperoper wegen des Hochwasserschadens zu diesem Zeitpunkt nicht bespielbar war.
Mit Rudolf Kempe taucht nun erstmal wieder ein neuer Name im Rahmen der Edition Staatskapelle Dresden auf. Vol. 28 enthält einen Konzertmitschnitt von 1974 mit dem „Heldenleben“ von Richard Strauss, sowie Débussys „Prélude à l’Après-midi d’un faune“ und Robert Schumanns Klavierkonzert in a-moll mit dem früh verstorbenen Pianisten Malcom Frager als Solist. Zu dieser Veröffentlichung schreibt das Magazin Klassic Com: Vor allem Strauss’ 'Heldenleben’, das spektakuläre und nicht gerade unbescheidene musikalische Selbstportrait eines 35jährigen, wird so ungebremst vital, so intelligent, geradezu erhebend, quasi als ein einziger großer Bogen musiziert, dass es eine Dreiviertelstunde lang zu keinem einzigen Spannungsloch kommt, auch nicht während der ausgedehnten Violinsoli von Peter Mirring. Kempe verfällt dabei nie der nahe liegenden Verlockung der Selbstinszenierung, der gleichsam ins Profane abgleitenden Prahlerei. Dafür durchschaut er die verschachtelten Stimmverläufe zu sehr, gestaltet er die Steigerungen zu fein schattiert, ist sein Blick für die Einzelteile und das große Ganze einfach zu präsent, kurz, tritt er zu sehr hinter der Musik zurück, und erzielt damit zwei Jahre vor seinem Tod ein nahezu vollendetes Ergebnis.
Die vollständige Rezension lesen Sie hier.

v. l. n. r. Günter Hänssler, Jens-Uwe Völmecke, Janet Berridge, Götz Alsmann, Steffen Lieberwirth
Derartige Auszeichnungen wären nicht möglich ohne das Archiv des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR Figaro – das Kulturradio des Mitteldeutschen Rundfunks) und das Team um Chefproduzent Steffen Lieberwirth, das immer wieder gezielt nach Sternstunden in der langjährigen Aufnahmetradition der Staatskapelle Dresden sucht.
Günter Wand Edition
Auch in anderer Hinsicht erweist sich die Jahreszeit geradezu als „heißer Herbst“. Eine Box mit insgesamt 8 CDs ergänzt die Günter Wand Edition um einen weiteren Meilenstein. Die Ausgabe enthält bisher unveröffentlichte Einspielungen des Dirigenten mit dem Deutschen Symphonie-Orchester darunter drei Beethoven Sinfonien (Nr 1, 3 und 4), Johannes Brahms (Sinfonien Nr. 1&4), Anton Bruckner (Sinfonien Nr. 5&9), Franz Schubert (Sinfonien Nr. 8&9) sowie Schumanns 4. Sinfonie.
Alpensinfonie & Till Eulenspiegel
Die Zusammenarbeit von PROFIL mit dem Sinfonieorchester des Westdeutschen Rundfunks hat neue Früchte getragen. Im August 2009 ist die „Alpensinfonie“ und die Sinfonische Dichtung „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ von Richard Strauss in einer musikalisch brillianten Neueinspielung als SACD veröffentlicht worden. Der scheidende Chefdirigent des WDR Sinfonieorchesters Semyon Bychkov erweist sich bei dieser Produktion einmal mehr als souveräner Orchesterchef, der einen so profilierten Klangkörper wie das WDR Sinfonieorchester zu Höchstleistungen anspornen kann.
Merlin - Oper
Der Komponist Carl Goldmark (1830 – 1915) gehört zu den zu unrecht heutzutage in Vergessenheit geratenen Komponisten der Romantik. Sein wohl bekanntestes Werk, die Oper „Die Königin von Saba“ gehörte einstmals zu den meist gespielten Werken der deutschsprachigen Opernliteratur. Als CD Weltpremiere erscheint nunmehr eine Gesamteinspielung von Goldmarks Oper „Merlin“ erstmalig bei Hänssler Profil. Hochkarätig besetzt ist Goldmarks gefühlvolle Musik nun endlich in vorbildlicher Tonqualität zu genießen und wird für so manchen Opernliebhaber eine echte Entdeckung darstellen.
DISCORSI
DISCORSI heißt die neue CD von David Geringas, auf der der international renommierte Cellist Werke von Vytautas Laurusas interpretiert. Zwei Titel, das „Madrigale Strumentale“ und das „Concerto da camera“ sind hierbei echte Weltpremieren. Seit 2002 ist Geringas mit dem Komponisten eng befreundet. Das Resultat dieser kongenialen künstlerischen Beziehung ist das nun vorgelegte Album.
Felix Mendelssohn-Bartholdy
„Präziser Wohlklang“ so charakterisiert das Magazin „Klassik Com“ ist Stimme der Sopranistin Gudrun Sidonie Otto, die im Mendelssohn Jahr eine CD mit selten aufgeführten Liedern von Felix Mendelssohn-Bartholdy vorlegt. Das Besondere dieser Einspielung ist sicherlich die Begleitung durch Wolfgang Brunner an einem um 1815 in Wien gebauten Hammerflügel. Gudrun Sidonie Otto überzeugt mit klarer, beweglicher und klangschöner Stimme, und ihr helles, brillantes Timbre führt sie mühelos und intonationssicher durch alle Lagen. Durch ihre differenzierte Gestaltung schafft sie es, die Vielfalt der Lieder noch durch eine sehr ansprechende Farbigkeit zu bereichern. Sie vermag beim wohl dramatischsten Stück 'Andres Maienlied' op.8/8 (von dem übrigens auch ein durchaus interessanter Filmclip auf der CD zu finden ist) ohne ins Opernhafte abzudriften, gekonnt die Hexen tanzen zu lassen. Es gelingt ihr aber auch, in 'Entsagung' mit einer erstaunlich anrührenden Schlichtheit und Innigkeit den Ton dieses einfachen, kirchenliedhaften Stückes ganz präzise zu treffen. Außerdem darf sich der Hörer an einer sehr differenzierten Aussprache erfreuen.Die vollständige Rezension lesen Sie hier.
Orpheus und Eurydike
Eine weitere CD-Premiere stellt die Wiederveröffentlichung aus einer historischen Aufnahmen aus dem Jahr 1955 dar: Anlässlich des Festivals von Aix-en-Provence sang der international gefeierte Tenor Nicolai Gedda die Partie des Orpheus in einer Produktion von Glucks „Orpheus und Eurydike“. Gedda sang die Titelpartie hierbei in der Original Tonart, die jeden Sänger dieses Faches an die Grenzen der stimmlichen Belastbarkeit führt. Gedda ist unter den Tenören der erste (und wohl bislang einzige), der die französische Fassung des Gluck’schen „Orpheus“ in der originalen, mörderisch hohen Lage bewältigte (live und im Studio). Die etwas früher entstandene Konkurrenzaufnahme mit L. Simoneau wird tiefer gesungen. Die neueren Einspielungen verwenden historische Instrumente, die ohnehin von einem tieferen Kammerton ausgehen. Insgesamt ist diese Einspielung also ein musikalischer Schatz, der in keiner Sammlung eines Opernliebhabers fehlen darf.
Einen abwechslungsreichen und spannenden musikalischen Herbst 2009 wünscht Ihnen
PROFIL EDITION GÜNTER HÄNSSLER
